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15.01.2017

To Love (Part 5)

For a long time, Rita and Marcel tried in vain to have a child. The happier were they when Evelyn was born in September 2000. 48 centimetres, 3320 grams. My little niece! I was so proud when Rita asked me if I wanted to be her godmother. Rita was forty at the time and the birth had been a difficult one. It was evident that Evelyn would remain their only child.


I'd never been one of the homely kind. Thanks to Rita's care and subtle force I made it through college and university, completed an internship in England. Although I'd never been an A student, I applied for a post in practical studies in the Environment/Biology/Geography/Forestry department at the Universidad de los Andes in Bogota. I was convinced that passion would outbalance my mediocre grades. After all, I was almost thirty – high time to embark on saving the Earth.


Father was shocked when

07.01.2017

Auf die Liebe (Teil 5)



 Lange wollte es bei Rita und Marcel mit dem Nachwuchs nicht klappen. Umso grösser war ihr Glück, als im September 2000 Evelyn zur Welt kam. 48 Zentimeter, 3320 Gramm. Meine kleine Nichte! 

Ich war so stolz, als mich Rita fragte, ob ich ihre Gotte sein wolle. Rita war bei Evelyns Geburt vierzig, die Entbindung schwierig. Es war klar, dass Evelyn ihr einziges Kind bleiben würde. 

Ich war nie der hausbackene Typ. Dank Ritas Fürsorge und sanfter Gewalt kämpfte ich mich durch Gymnasium und Uni, absolvierte ein Praktikum in England. 

Obwohl ich nie eine Musterstudentin gewesen und meine Zensuren entsprechend ausgefallen waren, bewarb ich mich um ein weiteres Praktikum im Beriech Umwelt/Biologie/Geografie/Forstwirtschaft der Universidad de los Andes in Bogota. Ich war überzeugt, dass Leidenschaft die durchschnittlichen Noten wettmachen konnte. Schliesslich war ich fast dreissig – höchste Zeit, sich aufzumachen, die Welt zu retten.
Vater erschrak,

18.12.2016

To Love (Part 4)



The start of the Tale Trail comes into view. From there, a narrow path leads through a mini-canyon and the forest to the castle rock. Rita and I spent almost every free minute in the ruins of Rifenstein Castle on the way from Reigoldswil to Titterten when we were children. 


Many a tale exists about the old structure that today has more resemblance to a rotten tooth than a stately castle from a certain angle. Riches are buried there, they say. In certain nights, a golden drawbar will protrude from the rocks. He who succeeds to pull the cart out by it may keep the treasure. Rich food for children's fantasies. 

I enjoy the burbling creek, how the sun shines through the canopy, how my feet are rustling through last year's dead leaves, even the way my heartbeat and breathing are quickening because of the exertion. The smell of wild garlic stings my nose. How many pounds of the stuff must I have gathered and carried home for salads? Mother used to chop it finely and pickle it in olive oil. They call it wild garlic pesto nowadays – for us it was simply spring oil. 

I leave my walking poles by the foot of the castle rock. Narrow, weathered steps lead up to the castle. Billboards shout: enter at your own risk. The juxtaposition makes me smile – warning signs but three built-in barbecues. I clutch the metal rail. When I came here reconnoitring, I had to realise to my shame that I wasn't as nimble and fearless of heights as I used to be. Back then,

03.12.2016

Auf die Liebe (Teil 4)



Ich nähere mich dem Anfang des Sagenweges. Ab dort windet sich der schmale Pfad durch eine Minischlucht und den Wald zum Burgfelsen. Als Kinder verbrachten Rita und ich fast jede freie Minute auf der Ruine Rifenstein zwischen Reigoldswil und Titterten. 


Es gibt viele Sagen über das alte Gemäuer, das heute aus einem gewissen Winkel eher einem hohlen Zahn, als einer stattlichen Ritterburg gleicht. Schätze sollen dort vergraben sein, sagt man. In gewissen Nächten soll eine goldene Deichsel aus dem Felsen ragen. Wem es gelänge, den dazu gehörenden Wagen aus dem Berg zu ziehen, dürfe den Schatz behalten. Stoff genug, Kinderphantasien anzuregen. 

Ich geniesse das Rauschen des Baches, wie die Sonne durch das spärliche Blätterdach scheint, wie meine Schritte im Laub vom Vorjahr rascheln, sogar wie Herz und Atem vor Anstrengung schneller gehen. Der Geruch von Bärlauch sticht mir in die Nase. Wie viele Kilo davon muss ich gepflückt und für den Salat nach Hause getragen haben? Mutter hackte ihn auch, legte ihn in Öl ein. Heute nennt man das Bärlauch-Pesto, für uns war es einfach Frühlingsöl. 

Unten am Burgfelsen lasse ich meine Stöcke zurück. Eine schmale, bröckelige Treppe führt zur Burg. Schilder warnen: Betreten auf eigene Gefahr. Ich muss über den Widerspruch schmunzeln: Warnschilder, aber drei Grillstellen. Ich klammere mich ans Geländer. Als ich zum Rekognoszieren hierherkam,